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Gemeinschaftshaltung von Tillandsien im Warmhaus
Pflanzenfreunde halten aus den unterschiedlichsten Gründen gerade Tillandsien gemeinsam mit anderen Warmhauspflanzen. Meist sind es Orchideen. Sie lassen dann die gleiche Pflege, d.h. vor allem Wasser, Düngung und Luftbewegung, wie es für die anderen Warmhauspflanzen notwendig ist, auch den Tillandsien angedeihen. Die Pflanzen verbringen den ganzen Jahresrhythmus im Gewächshaus. Ein Sommeraufenthalt im Freien unterbleibt.
Das Ergebnis sind verweichlichte, in Form und Farbe untypische Tillandsien. Da es an und für sich sehr harte, auch tollerante Pflanzen sind, stecken sie einiges weg. Meist vergrünen sie in Folge der andauernden hohen Luftfeuchtigkeit durch Algenbelag.
Insgesamt ist festzustellen, dass ein Tillandsienbestand durchaus überlebt, aber das Ziel, möglichst Pflanzen in der Haltung zu erzielen, die weitgehend dem Aussehen am natürlichen Standort entsprechen, in weite Ferne rückt. Selbstverständlich bleibt es dem Einzelnen überlassen, was er mit seinem Pflanzenbestand macht. Wenn man aus solchem Bestand Pflanzen in eine harte Haltung mit Sommeraufenthalt umsiedelt, kann das zum Verlust oder erheblichen Wachstumseinschränkungen kommen. Wachstumsstockungen können auch über ein Jahr anhalten, bis sich dann meist in einer weiteren Vegetationsperiode die Pflanze an die neue Umgebung gewöhnt. Die Gefährdung durch Sonnenbrand ist erheblich. Denkbar ist ein zeitweiliger Einsatz in solch einem Klima zu Dekorationszwecken.
Es soll nicht unerwähnt bleiben, es gibt einen Vorteil für die Pflanzen. Sie werden nicht durch die Gegend geschleppt. Es kommt in der Folge zu keinen mechanischen Beschädigungen beim Transport zum bzw. vom Sommeraufenthalt. Ob das alles aufwiegt, ist fraglich.
Wolfgang Salz 12/2005
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