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das o. Bild ausgewählt weil: Der Spross ist relativ schwer, er muss ordentlich auf der Unterlage fixiert werden. Dazu wählt man ein Taxusholz - eine Gabel, wo man den einen Trieb wegschneidet. Auf dem Stumpf sitzt dann die Basis der Pflanze. Dann bindet man - so wie im Bild - mit Strumpfhose die Pflanze auf. Das ist eine sehr anspruchsvolle Arbeit, die ich wegen der enormen Flüche, immer unter Ausschluss der Öffentlichkeit mache. Wenn es dann gelungen ist, kann man sich loben. Die ganze Sache ist damit noch nicht zu Ende. Die Pflanze bildet erst im Herbst, meist zur Einräumezeit, Wurzeln. Dann darf man am Sitz der Pflanze nichts mehr verändern, da sonst die Wurzeln das Wachstum einstellen. Wenn sie ordentlich wachsen, halten sie die Pflanze über Jahre fest. Nur die Pflanze wächst, wird immer schwerer, die Strumpfhose gibt nach, was so in der Natur der Sache liegt, und die Pflanze neigt sich unter dem Eigengewicht nach unten. Dann kommt die Blüte - sehr schöne Sache - da kann man bestäuben, Selbstung geht, dann im nächsten Jahr kommen ein oder zwei neue Sprosse, es wird eine Gruppe - alles sehr schön. Nur keine Kulturfehler machen. Im Sommer hängt sie im Freien, Achtung, sie verbrennen leicht. Dauerregen im Freien mute ich ihr nicht zu, bei Trockenheit bekommt sie aber Zusatzwasser, auch eine leichte Düngung. Den Winter verbringen meine 12 großen Pflanzen gemeinsam in der Mitte des Be- standes, sie erhalten keine Sonderzuwendungen. Ausprobiert habe ich auch schon die Haltung großer Pflanzen in sehr kleinen Töpfen ohne Substrat - geht. Samen aus Selbstung habe ich ausgesät, ist gut aufgelaufen. Über das Ameisenloch kann sich jeder Interessierte durch die Literatur informieren. Vorbeugender Pflanzenschutz ist angeraten, leicht kann auch mal die Mitte wegbleiben, meist wird aber ein neuer Spross angelegt. W.S. 10/07
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